Die Generation Praktikum – 3 zentrale Fragen und Antworten

Heut-shirt-design-vektor-viintagemay_648975tzutage bekommt man immer wieder eingebläut, dass man so viele Praktika wie möglich machen sollte, um voranzukommen. In vielen Studiengängen sind Praktika sogar Pflicht. Es ist nicht immer leicht, mit diesem Druck umzugehen und der Weg zu einem erfolgreichen Praktikum kann voller Hindernisse sein. Wir haben 3 zentrale Fragen für dich beantwortet, die sich beim Thema Praktikum aufdrängen.

Das Klischee, dass Praktikanten nur zum Kaffee kochen und Kopien machen da sind, trifft in den meisten Fällen zwar nicht zu, du wirst zu Beginn aber oft Routine-Arbeiten erledigen müssen, zu der die fest angestellten Mitarbeiter entweder keine Zeit oder keine Lust haben. Es lohnt sich aber, in dieser Anfangsphase nicht den Mut zu verlieren und stets gewissenhaft zu arbeiten – dann wirst du bald bemerken, dass dir mehr Verantwortung übergeben wird und du auch an kompliziertere Aufgaben ran darfst. Warum aber all dieser Aufwand?

  1. Warum sind Praktika eigentlich so wichtig und was hab ich überhaupt von einer Tätigkeit, die oft nicht mal bezahlt wird?

Ja, es stimmt: nachdem man sich mühevoll durchs Abitur und im Studium durch kräfteraubende Prüfungsphasen geschlagen hat, legen zukünftige Arbeitgeber nicht nur Wert auf Noten; was richtig gut ankommt ist Praxiserfahrung. Wenn aus deinem Lebenslauf ersichtlich wird, dass du schon mehrere Praktika absolviert hast, zeigt das hohes Engagement und dass du es schaffst, dich in der kurzen Dauer eines Praktikums in ein neues Team einzugliedern. Klar, Praktika werden nicht immer herausragend bezahlt, aber sieh es als eine Investition für deinen zukünftigen Job an. Umso sinnvoller werden Praktika sogar, wenn du noch nicht weißt, in welche Richtung es dich beruflich zieht. Schließlich bist du als Praktikant sofort Teil des Unternehmensalltags und kannst schnell feststellen, ob es dir in dieser Branche gefällt oder nicht. Nicht zu unterschätzen sind auch die Methodenkompetenzen wie logisches Denken, Entscheidungsfähigkeit, Selbstständigkeit und Konfliktmanagement, die du bei einem Praktikum erlernst und die im Studium meist untergehen.

  1. Wie lang sollte ein Praktikum sein und wie viele sollte ich machen?

Als Faustregel könnte man sagen, dass Praktika erst ab drei Monaten wirklich Sinn machen. Denn das ist ein ausreichender Zeitraum, um sich an ein neues Umfeld und an einen neuen Tätigkeitsbereich zu gewöhnen. So nimmst du einfach am meisten von deinem Praktikum mit. Du kannst natürlich auch abwägen, ob du ein längeres fokussiertes Praktikum absolvierst, in dem du möglichst tief einsteigst, oder mehrere kleine, um möglichst viel zu sehen. Hier kommt es darauf an, inwieweit du schon eine genaue Vorstellung deines zukünftigen Berufsfeldes hast. Dennoch haben viele Universitäten eigene Anforderungen, was Pflichtpraktika und deren Dauer betrifft, darauf solltest du unbedingt achten.

  1. Jetzt aber mal konkreter: wie komme ich an ein passendes Praktikum?

Zuerst solltest du dir natürlich im Klaren über folgendes sein: Wie viele Stunden will ich täglich arbeiten? Ab wann könnte ich anfangen? Möchte ich ins Ausland? Denn dann wird das Arbeiten mit Praktikumsbörsen deutlich einfacher und angenehmer. Einige Universitäten haben ein allgemeines Portal und sogar fakultäts- oder institutseigene Praktikumsbörsen. Sieh dich auf den Homepages deiner Uni um und du wirst sehr wahrscheinlich schnell fündig. Wenn dich dann etwas anspricht, kann die Bewerbungsphase losgehen. Dann beginnt nochmal ein komplett anderes Kapitel.

Du hast noch offene Fragen zu Bewerbungen, Assessment Center oder wie du nach deinem Praktikum vielleicht auch übernommen wirst? Dann ist der Ratgeber Mein Praktikum – Bewerben, einsteigen, aufsteigen aus der UVK-Reihe „Studieren im Quadrat“ genau das richtige für dich.

Wir wünschen viel Spaß beim nächsten Praktikum 🙂

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Über den Autor

Marie Grundl Marie Grundl ist Werkstudentin bei der UVK Verlagsgesellschaft mbH im Redaktionsbüro München.

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