Jobsuche während des Studiums – ohne Haare raufen

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Die Suche nach einem Nebenjob kann unglaublich frustrierend sein; vor allem, wenn man gleichzeitig auch noch Stress im Studium hat. So gelingen Jobsuche, Bewerbung und Vorstellungsgespräch ohne Nervenzusammenbruch:

Schritt 1: Die Suche nach einem passenden Job

Jeder hat seine eigenen Vorstellungen, wie sein Traumjob aussehen sollte. Aber bei der Suche ist eigentlich nur eins wirklich wichtig: bleib realistisch. Achte auf jeden Fall darauf, ob die Arbeitsstunden für dich machbar sind. Niemandem ist geholfen, wenn du oder dein Chef im Nachhinein bemerken, dass sich dein Job zeitlich mit deinem Pensum an der Uni nicht kombinieren lässt.

Um die passenden Angebote zu finden, sind Jobbörsen im Internet oft echte Goldgruben. Viele Unis haben auch ihre eigenen Websites, auf denen du Jobs findest, die sich ausschließlich an Studenten richten. Sie sind meist topaktuell, dort hast du alles auf einem Blick und kannst sofort aussortieren, was dir liegen könnte und an wen du eine Bewerbung abschicken möchtest.

Schritt 2: Das Bewerbungsschreiben

Während es sinnvoll ist, sich nicht bei einem einzigen Anbieter zu bewerben, solltest du auch nicht gleichzeitig 20 Bewerbungen losschicken. Irgendwann verlierst du einfach den Überblick und falls sich jemand mit einer Einladung zum Bewerbungsgespräch melden sollte, wird es ein Drahtseilakt, mehrere Bewerbungsgespräche in kurzer Zeit zu meistern.

Am besten ist es, wenn du dich erst mal um 3-4 unterschiedliche Stellen bewirbst. Dann heißt es abwarten und bei Absagen einen neuen Schub von Bewerbungen rauszuschicken. Dabei solltest du der Verführung nicht nachgeben, einfach identische Bewerbungsschreiben an unterschiedliche Anbieter zu verschicken. Es kostet zwar deutlich mehr Zeit, aber es lohnt sich auf jeden Fall, wenn du jede Bewerbung ein wenig auf die jeweiligen Bedürfnisse des Arbeitgebers und deine Talente anpasst.

Schritt 3: Das Bewerbungsgespräch

Falls du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurdest, solltest du dich vorher unbedingt darauf vorbereiten.

  1. Plane eine Menge Zeit ein, bevor du dich auf den Weg machst. Die öffentlichen Verkehrsmittel können unvorhersehbare Zeit- und Geduldschlucker sein und in solchen Momenten hat man oft das Gefühl, der gesamte Verkehr verschwört sich gegen einen. Lieber wartest du noch 10 Minuten vor dem Gebäude als hechelnd 10 Minuten zu spät angerannt zu kommen.
  1. Mach dir ein paar Gedanken über den Dresscode. Schlips und Hosenanzug sind nicht immer nötig und machen im falschen Kontext vielleicht eher einen eigenartigen Eindruck.
  1. Informier dich vor dem Gespräch unbedingt über den Arbeitgeber, die Geschichte der Firma oder ob sie gerade wichtige Projekte hochzieht, die du kennen solltest. Es ist auch immer hilfreich, wenn du dir Bilder der Vorgesetzten auf der Homepage oder in Jobportalen wie LinkedIn oder xing ansiehst. Es macht einen guten Eindruck, wenn du gleich weißt, mit wem du es zu tun hast, wenn du ihre Hand schüttelst.
  1. Du kannst dir auch im Vornherein überlegen, welche (hinterlistigen) Fragen auf dich zukommen könnten und wie du sie unbeschädigt überstehen kannst. Dennoch bloß keine Antworten auswendig lernen, das fällt oft auf. Wenn du dich mit einer schwierigen Frage konfrontiert siehst, nimm dir Zeit beim Formulieren, dadurch fällt Nervosität nicht so sehr auf und du kannst dich selbst besser konzentrieren.

Manche Arbeitgeber verlangen auch Arbeitsproben oder laden dich erst zu einem Probetag ein. Das ist deine Gelegenheit, deine Persönlichkeit zu zeigen und den Arbeitgeber von deiner Arbeitsweise zu überzeugen. Sei deshalb offen, stell Fragen, wenn etwas nicht klar ist, oder bring sogar Verbesserungsvorschläge, wo sie angebracht sein könnten. Ein frischer Kopf ist deutlich mehr Wert als jemand, der stumpf seine Aufgaben erledigt.

Mit diesen Tipps solltest du dich also auch durch eine frustrierende Jobsuche hangeln können, ohne dabei die Nerven oder den Mut zu verlieren. Im Grunde hilft es einfach schon viel, unvoreingenommen und ohne allzu viel Druck an die Sache heranzugehen, so fühlst du dich nicht gleich zerschmettert, falls du mal eine Absage bekommen solltest.

Über den Autor

Marie Grundl Marie Grundl ist Werkstudentin bei der UVK Verlagsgesellschaft mbH im Redaktionsbüro München.

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