Von Einem der auszog, das Präsentieren zu lernen

Flying_with_the_booksEin wahres Studentenmärchen: Es war einmal vor langer, langer Zeit in einer weit entfernten Universität, ein junger Student. Er war verliebt in eine Prinzessin namens „Bestnote“ und hoffte sie zu bekommen. Im Weg stand ihm allerdings eine böse Hexe, die auf den Namen „Referat“ hörte. Um sie zu besiegen zog der Student los, das Präsentieren zu lernen.

 


Er traf auf seinem Weg durch die Universität bald einen Zauberer, der ihm half seine Präsentation zu strukturieren. Er erklärte ihm, dass ein gutes Referat eine Einleitung, einen Hauptteil und einen Schluss braucht. Wichtig sei vor allem, dass man die Zuhörer begrüßt und sich am Ende des Referats auch für ihre Aufmerksamkeit bedankt. Der sogenannte „Opener“ sorgt dafür, dass das Publikum neugierig gemacht wird. Der Hauptteil sollte dann gut strukturiert das Thema behandeln und mögliche Thesen beantworten. Man sollte erkennen können, dass der Student das Thema gut verstanden hat. Sehr wichtig sei auch das Zeitmanagement, wenn er die Hexe besiegen wollte, sagte der Zauberer.

Der Student bedankte sich bei dem Zauberer für seine Hilfe und zog weiter in die Mensa, da er Hunger bekam. Hier begegnete er der Fee. Für die Gegenleistung eines Kaffees erzählte die Fee ihm etwas über die Vortragsweise bei Referaten. Kurze und einfache Sätze kommen eher bei den Zuhörern an, erklärte sie. Auch sollte, wenn nicht anders vorgeschrieben, ein Referat nicht länger als 15 Minuten dauern, da das Publikum sonst die Aufmerksamkeit verliert. Die Fee erklärte außerdem, dass es unentbehrlich ist laut und deutlich zu sprechen. Als letzten Tipp gab sie dem Studenten noch mit auf den Weg sein Referat nicht einfach abzulesen, sondern frei vorzutragen.

Der Student war sehr dankbar und machte sich motiviert auf den Weg in die Bibliothek, seiner letzten Station bevor er der Hexe gegenübertrat. Dort, zwischen den hohen Bücherregalen fand er den Riesen. Dieser war sehr klug und so stellte ihm der Student die Frage: „Mehr Power durch Power-Point?“. Der Riese wies den Student daraufhin, dass eine Power-Point- Präsentation einzig und alleine eine Ergänzung sein darf und nicht mehr. Als Faustregel führte er „ein Slide pro ca. 3 Minuten Referat“ auf. Auf den Slides sollten sich dann auch nur einfache und übersichtliche Stichworte, Graphiken oder Bilder befinden. Sehr wichtig ist auch noch, dass die Folien der Präsentation nicht die Aufmerksamkeit der Zuhörer alleine vereinnahmen. Im Mittelpunkt steht immer noch der Vortrag. Der Riese gab dem Studenten noch den Tipp, dass auch die gute alte Tafel oder ein Flipchart oft völlig ausreichen.

Nun fühlte sich der Student bestens vorbereitet, um der Hexe gegenüberzutreten.
Und was glaubt ihr, wie das Märchen ausging? Genau, die Hexe wurde besiegt und der Student bekam seine „Bestnote“. Und wenn er nicht gestorben ist, dann lebt er noch heute mit der Bestnote (und hält Referate).

THE END

Noch mehr Tipps für gute Präsentationen findet ihr in Jens Starke-Wuschkos Buch „Präsentieren im Studium“:

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Jens Starke- Wuschko
Präsentieren im Studium

126 Seiten
ISBN 978-3-8252-4215-2

€ (D) 9,99 €

Über den Autor

Pia Teresa Weber

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