Und ewig lockt die Couch – Zeitmanagement im Studium

PrintEin Studium setzt Studierende immer wieder vor Probleme mit dem Management ihrer Zeit: Einige versuchen, schlicht alles zu Lernen und widmen sich zentralen Themen nicht intensiv genug. Andere hingegen haben Probleme überhaupt mit einer Arbeit oder Prüfungsvorbereitung anzufangen. In beiden Fällen kann ein professionelles Zeitmanagement einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung dieser Problemlagen sein. Durch bewusste Zeitplanung lässt sich Druck vermeiden und die Freizeit besser genießen.

Plane deinen Tag
Es gibt eine Konstante: Ein Tag hat nur 24 Stunden. Von einem Tag können abzüglich von sechs bis sieben Stunden Schlaf und drei Stunden Ruhepausen maximal 14 bis 15 Stunden für Arbeit, Studium, Sport usw. genutzt werden. Zeitmanagement ist die Optimierung des individuellen Umgangs mit dieser Konstante und damit zusätzlich ein „Selbstmanagement“.

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Bei der Beispielrechnung ist ja noch kein Job, der zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt, eingerechnet. Das Zeitkontingent von sechs Stunden für Erholungspausen, Essen, Körperpflege, Sport und Soziales ist auch nicht unbedingt großzügig angesetzt. Ein bis
zwei Stunden kannst du in intensiven Lernphasen vor Prüfungen u.U. wegstreichen, so dass vier Stunden anzurechnen sind. Verzichte auf keinen Fall auf weitere Stunden zugunsten des Lernens, da schnell die Gefahr des Ausbrennens bestehen kann. Deine Gesundheit, Kontakte zu Freunden und Familie und Sport sollten nicht vernachlässigt werden, sonst wirst du langfristig nicht glücklich. Selbstverständlich sind abhängig von einzelnen Studienphasen (Prüfungen, Abschlussarbeit) die Prioritäten etwas verschoben,
aber selbst in diesem Phasen sollte man dem Studium nicht sein ganzes Leben unterordnen.

Shop-WunderDie Zeitfresser erkennen
Zeitfresser, d.h. schlechte Eigenarten oder nutzlose Tätigkeiten, die Studierende vom Lernen abhalten, müssen erst eindeutig identifiziert werden, um sie zu eliminieren. Mach dir vorab klar, dass du für die meisten Zeitvergehen selbst verantwortlich bist.

Bei der notwendigen Selbstanalyse kann ein Durchgehen und Beantworten der folgenden Fragen helfen:

  • Womit vertrödele ich gerne meine Zeit beim Lernen?
  • Welche drei Faktoren sind dabei für mich sehr relevant?Wie kann ich jeweils mein Verhalten ändern?
  • Wann kann ich jeweils mit den Änderungen beginnen?
  • Wie könnte ich mein Ziel zu den avisierten Änderungen formulieren?
  • Wie konnte ich das Ziel umsetzen? (Beantwortung drei Wochen nach der Zielformulierung)
  • Was habe ich daraus für folgende Arbeiten gelernt?

Falls anfangs mehr als drei Zeitfresser auf deiner Liste stehen, solltest du lediglich für drei besonders relevante Hemmfaktoren Verhaltensänderungen, Zeitvorgaben, Ziele sowie Verbesserungen formulieren. Nach dieser Fixierung können die Mängel im nächsten Schritt angegangen werden. In diesem Zusammenhang kann z.B. eine Sündenliste
entworfen werden, die du gut sichtbar aufhängst. Nachdem du deine „Sünden“ vermindert oder bestenfalls beseitigt hast, kannst du die Liste mit einem guten Gefühl wieder abhängen und dich anderen Ablenkungsfaktoren widmen.

Störungen rauben die Konzentration
Ohne einen hohen Konzentrationsgrad ist es in der Regel schwierig, anspruchsvoll zu lernen. Das Lesen und Verarbeiten von Fachliteratur braucht z.B. besondere Aufmerksamkeit. Störungen sollten dabei strikt vermieden werden, denn diese schränken die Konzentration ein. Infolgedessen kann das Lernen nicht planvoll und konzentriert
vollzogen werden. Zeitnöte sind ein unliebsames Resultat. Zudem können Unlustgefühle
weitere Folgeerscheinungen permanenter Störungen sein.

Folgende Grundlagen solltest du beim Management von Störungen bedenken:

  • Das Schreiben von E-Mails, Treffen mit Freunden, Telefongespräche sollten in einem fixen Zeitfenster angegangen werden, um die Arbeitsphasen nicht zu unterbrechen.
  • Lärmquellen sollten minimiert werden. Störende Kommilitonen können z.B. beim Lesen in der Bibliothek auch einmal „zur Ruhe“ gebeten werden. Wenn du extrem empfindlich bist und es trotzdem zu laut erscheint, kannst du dich mit Ohropax behelfen.
  • Bücher und Material sollten für einen geplanten Zeitrahmen der Lernphase vorab bereitgelegt werden, damit die Suche den Arbeitsprozess nicht immer wieder unterbricht.
  • Pausen sollten unbedingt gemacht werden, aber im geplanten zeitlichen Rahmen.

 

Mehr zum Thema Zeitmanagement und wie man Leben und Lernen unter eine Hut bekommt, findest du in diesem Buch:

Voss_Studi_Coach_9783825237738_RGB

 

Rödiger Voss

Studi-Coach
Studieren für Anfänger

ISBN 978-3-8252-3773-8

€ (D) 9,99

Über den Autor

Susanne Engstle Susanne Engstle ist für die Marketing- und Presse-Arbeit des UVK Verlagsgs in München zuständig.

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