Das Dilemma der Massenbewerbungen und eine sinnvolle Alternative dazu

FKG_Koeln_013LRLiest man sich die aktuellen Stellenanzeigen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften durch, bekommt man mehr und mehr den Eindruck sich bereits nach dem Bachelorstudium als eierlegende Wollmilchsau dem Arbeitsmarkt präsentieren zu müssen: Englisch bestenfalls auf muttersprachlichem Niveau, eine zweite Fremdsprache – möglichst ausgefallen – , erstklassige Noten bei gleichzeitiger 2-jähriger Berufserfahrung, soziales Engagement außerhalb des Studiums und ein breitgefächertes Portfolio an „Softskills“. Wie man das alles in 3 Jahre packen soll?

Auf aufgeblähte Stellenanzeigen reagiert man häufig mit einer aufgeblähten Bewerbung: so werden die drei Wörter Spanisch aus dem Callella-Aufenthalt nach dem Abitur plötzlich „Grundkenntnisse in Spanisch“ und jeder Nebenjob zur „fachlichen weiterbildenden Berufserfahrung“ aufgemotzt.

Shop-WunderBesonders beim Studium der Wirtschaftswissenschaften haben Studenten die Möglichkeit, sich während des Studiums zu spezifizieren. Meiner Erfahrung nach basiert solch eine Spezifikation bestenfalls auf praktischer Erfahrung, da sich die vorgetragene Theorie im Hörsaal häufig von der gelebten Praxis in Unternehmen unterscheidet.

Jeder der sich schon mal um ein Praktikum bemüht hat, weiß wir langwierig und frustrierend Bewerbungsprozesse über Onlineportals ablaufen können. Man bewirbt sich im Januar für einen Praktikumsstart im März und bekommt im April eine Rückmeldung vom Unternehmen. Der Fluch des digitalen Mediums: man kann den Unternehmen bei der Flut an Bewerbungen die langen Antwortzeiten fast nicht verübeln. Und dennoch sind viele Studenten (v.a. an Fachhochschulen) auf Praktika im Studienverlauf als auch als wichtiger Bestandteil im Lebenslauf angewiesen. Sie dienen als Türöffner, Abgrenzungsmerkmal, berufliche (gegebenenfalls internationale) Erfahrung, Orientierung und manchmal auch als Basis für eine zukünftige Stelle.

Um den Einstieg in die Berufswelt einfacher zu machen,  wollen wir die Möglichkeit bieten sich vis-a-vis die Hand zu schütteln und ehrliche Konversation zu machen. Was biete ich als Absolvent und was bietet mir ein potentieller Arbeitgeber? Diese Fragestellung steht im Zentrum unserer Veranstaltung: Das Firmenkontaktgespräch von AIESEC. Hierbei geht es nicht um eine Job-Messe sondern eine Plattform zum direkten Austausch zwischen Studenten und Unternehmen. Anstatt mit Taschen voll Give-aways und Werbeartikeln nach Hause zu gehen, will AIESEC es Studenten ermöglichen, mit einer klaren Vorstellung von zukünftigen Arbeitgebern – und plätzen  das Firmenkontaktgespräch zu verlassen. Vor allem aber mit Kontakten, möglichen Angeboten und der Perspektive: In welche Richtung schlage ich meinen Weg ein?

Hierzu kommen Unternehmen an den Campus der Universitäten: einfacher und direkter geht es kaum. Ob vor, zwischen oder nach den Vorlesungen – man hat einen ganzen Tag lang Zeit, ausgewählte Unternehmen wie z.B. PWC, Bosch Rexroth und viele Weitere kennen zu lernen, sich vorzustellen und auszutauschen.  Anstelle von Anonymität und Massenauflauf bieten euch die Unternehmen Präsenz, Aufmerksamkeit und das direkte Gespräch. Vorbeikommen lohnt sich also in jedem Falle.

Nächste Veranstaltung: Firmenkontaktgespräch im Foyer der Julius Maximilians Universität Würzburg am 21.11.2013 ab 10:00 Uhr (Eintritt natürlich kostenfrei)

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oppel

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Ein Gedanke zu „Das Dilemma der Massenbewerbungen und eine sinnvolle Alternative dazu

  1. Finde den Artikel echt klasse. Bin aber erst am demnächst Studentin und erst einmal auf der Suche nach einem „einfachen“ Nebenjob. Würde mich freuen, wenn es hier dazu vielleicht auch noch ein paar Tipps geben könnte. Hab bisher nur hier http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-heimarbeit-mini-nebenjobs/berlin/c107l3331 ein paar interessante Sachen gefunden. Kann mir aber vorstellen, dass es da noch ein paar andere Seiten geben könnte. Vielleicht hat Jemand einen Tipp? Wenn ich dann länger dabei bin, werde ich natürlich auch versuchen mir einen passenderen Nebejob zu suchen, aber für den Anfang ist es glaub ich schwierig sich da schon was spezielles zu überlegen.

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