Vom Studi zum GF – ein Erfahrungsbericht

hoch„Warum einen Nebenjob wie Kellnern oder Putzen machen, wenn man sich auch selbstständig machen kann?“ Ungefähr das war mein Gedanke während des Abiturs, der schon damals über meine Zukunft bestimmen sollte. Mein Name ist Andreas Roppelt und ich bin Geschäftsführer der Werbeagentur 361° KOMMUNIKATION. Im Folgenden möchte ich gerne meinen Weg zur Selbstständigkeit erzählen.

 

Präsentation Werbeagentur 361° KOMMUNIAKTION

Schon während dem Abitur habe ich mit drei Schulkameraden eine GbR gegründet, um eine Internetagentur betreiben zu können. Ziel war es damals, keine Nebenjobs mehr machen zu müssen und dennoch die Freizeitaktivitäten bezahlen zu können. Mit der Zeit kamen die ersten Kunden, auch wenn es damals sehr schwer war, diese von unserem Können zu überzeugen. Jung, keine bzw. kaum Referenzen, keine Büroräume – da zögern die meisten. Wir ließen uns jedoch nicht beirren. Nach dem Abitur trennten sich dann die Wege.

Zwei unsere Mitstreiter konnten / wollten aufgrund der Ausbildung bzw. des Studiums nicht weiter machen und so blieben ich und mein heutiger Geschäftspartner übrig. Allerdings wählten auch wir den sicheren Weg: Ich entschied mich für ein Studium an der SRH Hochschule Calw (Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement) und er absolvierte die Ausbildung zum Mediengestalter. Unsere Agentur bestand jedoch weiterhin – zwar nur in Teilzeit und „dezentral organisiert“ (ein Büro konnten wir uns einfach nicht leisten), aber nach und nach wuchs unser Unternehmen. Die Projekte wurden größer, die Anzahl an Kunden stieg. Mitarbeiter suchten mit nur über das Internet und mit der Zeit entstand so ein Netzwerk von rund 10 Kreativen bzw. Programmierer, welche quer über Deutschland verteilt saßen und mit uns arbeiteten.

Bar Werbeagentur 361GRAD

Nach dem Ende des Studiums, musste die Frage nach der „Selbstständigkeit in Vollzeit“ dann auch nicht mehr gestellt werden. Wir konnten es eher kaum erwarten richtig los zu legen, mit einem Büro, festen Mitarbeitern und allem was dazugehört. Aber an diesem Punkt stellten wir dann fest, dass dafür doch andere Summen notwendig waren, als wie wir sie bis dahin erwirtschafteten hatten. Es war somit schnell klar, dass wir einen Kredit bräuchten, um zumindest die Anfangsinvestitionen und die Startphase überbrücken zu können. Wir erstellten also einen Businessplan, sprachen mit unser Bank des Vertrauens, Dozenten, Professoren, erfolgreichen Agenturchefs und weiteren Personen. Unzählige Gespräche, Recherchen etc. später, fühlten wir uns in unserem Vorhaben bestätigt und beantragten den Kredit. Der Businessplan wurde glücklicherweise direkt angenommen und die Kreditsumme bewilligt.

Espresso Werbeagentur 361GRAD

Das war vor einem halben Jahr und heute sitze ich nun gemeinsam mit meinem Geschäftspartner und fünf Angestellten in unserem Büro in Leonberg bei Stuttgart.

Rückblickend kann ich sagen, dass vor allem das Studium an der SRH Hochschule in Calw hilft und geholfen hat, ein Unternehmen zu gründen und auch zu führen. Sowohl der hohe Praxisbezug (es werden nahezu unzählige Projekte inkl. Präsentationen durchgeführt) und die geringe Anzahl an Studenten pro Kurs, haben mit Wissen und Fähigkeiten vermittelt, die ich sonst wohl so schnell nicht erlangt hätte. Zwiegespräche mit Professoren sind zudem ebenfalls kein Problem und spätestens hierbei kann dann jede individuelle Frage geklärt werden.

Juan Werbeagentur 361GRAD

Ein weiterer Vorteil in unserem konkreten Fall waren unsere gesammelten Erfahrungen in der nebenberuflichen Selbstständigkeit. Kunden zu akquirieren, zu betreuen und Projekte erfolgreich abzuwickeln war kein Neuland und musste auch nicht erlernt werden. Weiter bestanden natürlich auch schon eine Vielzahl an Kontakten zu Unternehmen, freien Mitarbeitern und anderen Agenturen. Dadurch hatten wir schon zu Beginn ein sehr gutes Netzwerk und das in allen Bereichen.

Neben der fachlichen Ausbildung und aller sonstigen Gegebenheiten, stand für mich aber eine andere Sache ganz am Anfang: die Leidenschaft für das, was man tut. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Erfolg nur mit Spaß am Tun einhergeht und ich möchte jedem widersprechen, der etwas anderes behauptet. Ohne diesen Spaß fällt es schwer auch in komplizierten Situationen die Motivation aufzubringen, die notwendig ist um durch ein Tief zu kommen, sich aufzuraffen und Probleme zu lösen.

Stimmt jedoch die Motivation, wirken Probleme nahezu immer lösbar.

Über den Autor

Andreas Roppelt Andreas Roppelt ist Geschäftsführer der Werbeagentur 361° KOMMUNIKATION in Leonberg. Er liebt das Internet, gute Kommunikation und alles was mit der digitalen Welt zu tun hat.

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