Vancouver Island University (VIU)

Zugegebener Weise die Vancouver Island University (VIU) ist nicht gerade um die Ecke und nach 10 Stunden Lufthansa Flug und einem 20 Minuten Flug mit einem Wasserflugzeug kam ich mir eher vor, wie ein Reisedirektor eines Reiseveranstalters als ein Lehrender. Endlich war ich da! Auf einer der wahrscheinlich schönsten Campus-Anlagen der Welt.

 

 

Wer hier altehrwürdige Gebäude vermutet, fehlt komplett. Alles hochmodern und absolut top ausgestattet. Alle klassischen universitären Einrichtungen wie Zentralbibliothek, Hörsäle etc. sind bequem zu Fuss zu erreichen.

 

 

 

Wasserspiele und großzügige „Parkanlagen“ lassen ein entspanntes Miteinander zu. Der komplette Campus ist in einer Hanglage gebaut und ermöglicht somit einen Blick auf den Pazifik. Durch das Vorhandensein eines eigenen „Culinary Institut of Vancouver Island“ an der VIU kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Ein auf dem Campus befindliches Restaurant, das „Discovery Room“, lädt zu kulinarischen Köstlichkeiten ein. Selbstverständlich gibt es darüber hinaus auch noch zwei Cafeteria und eine „Handvoll“ anderweitiger Gelegenheiten auf dem Campusgelände.

Die Stadt Nanaimo bietet einen wunderschönen Innenstadtkern. Dabei ist Nanaimo mit seinen 80.000 Einwohnern eine mittlere Kleinstadt. Der Hafen lädt zum Verweilen ein. Und die Stadt bietet mit ihren Sehenswürdigkeiten und den vielen Park- und Wasseranlagen einen geeigneten, Platz um sich auch außerhalb des Campus rundum wohl zu fühlen.

 

Aus dem Fenster meines Büros kann ich wunderschön auf die Stadt Nanaimo und den Pazifik herabblicken. Ein Anblick, dereinem zum Insichgehen einlud und meine Gedanken zu den Grundzügen der eigentlichen Bezeichnung „Alma Mater“ führen ließ.

Das Level der von mir angetroffenen Studenten war allesamt sehr gut und hoch ausgeprägt. Die Studenten sind alle sehr gewillt, voran zu kommen. Sie  sind aufgrund des durchaus sehr hohen Workload während des Semesters auch gut darauf trainiert sich den jeweiligen Anforderungen der Professoren anzupassen. Neben den klassischen Abschlussexamen werden während des Semesters „Midterms“ und „Quizzes“ durchgeführt, um den Kenntnisstand der Studierenden abzuprüfen. Zusammen mit dem Schlussexamen bildet sich dann die Endnote. Dies ermöglicht den Studierenden ein durchgängiges Lernen und die durchgängige Präsentation des Erlernten. Auf der anderen Seite ist der Workload aufgrund dessen etwas höher als in Deutschland.

Shop-WunderWas mir sehr gut gefallen hat, ist, dass man in lebhafte Diskussionen verfallen konnte, welche durchaus allesamt zielgeführt waren. Die Beiträge waren von einer sehr hohen Qualität, was auch auf den von der Universität angestrebten Education-Level zurückzuführen ist. Das Motto Explore, Discover and Excel war hier deutlich spürbar. Derzeit studieren auch 160 Deutsche an der VIU. Dabei wird viel Wert auf Integration und interkulturellen Umgang gelegt. Dies gilt sowohl für die Studierenden wie auch die dozierenden Kollegen. Gleich in den ersten Stunden ist mir der kollegiale und kooperative Umgang untereinander sehr positiv aufgefallen. Dies lädt ein und motiviert.

Die von mir gegebenen Vorlesungen Derivatives in Financial Engineering, German Business Environment und Eurozone in Crisis waren immer sehr gut besucht und das Interesse an den vermittelten Inhalten war sehr groß, so dass ich abschließend ein rundherum sehr positives Abschlussstatement finden kann. See you at VIU.

Autor und Bildquellen: Michael Bloss

Michael Bloss, CFE ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt Financial Engineering an der European School of Finance (ESF) der HfWU sowie als Visiting Professor an der University of Vancouver Island, Canada. Als Kommentator des Geschehens an den internationalen Finanzmärkten ist er u. a. regelmäßig auf N24 und dem Deutschen Anlegerfernsehen DAF zu sehen.

Er ist Autor des Buches Die Gier nach Gold.

 

 

Über den Autor

Michael Bloss Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und an der Vancouver Island University, BC.

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